Förderungen im Überblick

Für den Umstieg auf eine Wärmepumpe oder Biomasseheizung sowie für die Sanierung eines Gebäudes können unterschiedliche Fördermöglichkeiten zur Verfügung stehen. Unser Förderkompass unterstützt Sie dabei, mögliche Förderungen für Ihr Vorhaben zu finden.

Sanierungsoffensive

Alle Informationen zur Neuauflage des Kesseltauschs ab dem 2. November 2026 sowie der Fortführung in 2027

Gute Nachrichten für alle, die einen Heizungstausch planen: Die Sanierungsoffensive 2026 geht in die Verlängerung. Die Förderaktion "Kesseltausch 2026 für Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäuser" wird unter angepassten Rahmenbedingungen für das verbleibende Jahr 2026 neu aufgelegt.

Auch im kommenden Jahr wird die Sanierungsoffensive 2027 des Bundes fortgeführt – mit angepassten Förderbedingungen und insgesamt 500 Millionen Euro für den Heizungstausch und die Gebäudesanierung.

sanierungsoffensive 2026

Kesseltausch

Im Rahmen dieses Förderprogramms für den Kesseltausch wird der Ersatz fossiler Heizungssysteme durch erneuerbare und klimafreundliche Heizsysteme gefördert. Dazu zählen unter anderem Ölheizungen, Gasheizungen, Kohle-/Koksheizungen sowie Elektrospeicheröfen. Gefördert wird der Umstieg auf folgende Alternativen:

Ab 2. November 2026 können für den Austausch fossiler Heizsysteme in Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern wieder Förderungen beantragt werden. Dafür werden frei gewordene Mittel aus stornierten Projekten, nicht umgesetzten Vorhaben und verfallenen Registrierungen erneut eingesetzt. Bis Jahresende wird eine Fördersumme in Höhe von rund 20 Millionen Euro erwartet. 

Für den Kesseltausch bei Ein- und Zweifamilienhäuser von fossilen Heizsystemen sind folgende Förderhöhen vorgesehen:

Neues Heizsystem Maximale Förderung
Nah- und Fernwärme  max. € 4.000,00
Wärmepumpe (Luft-Wasser, Wasser-Wasser, Sole-Wasser)* max. € 5.000,00
Holzzentralheizung (Pellets, Hackgut, Stückholz)** max. € 6.000,00

*Für Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einem GWP-Wert zwischen 150 und 750 reduziert sich bei Monoblockgeräten ≤50 kW und Splitgeräten ≤ 12kW die ermittelte Förderung um 20%.  

**Für Holzheizungen die ausschließlich die Emissionsgrenzwerte der UZ37 (2021) einhalten, reduziert sich die ermittelte Förderung um 20 %. 

Zuschlagsmöglichkeiten  
Bonus Thermische Solaranlage + € 2.500,00
Bonus Tiefenbohrung / Brunnen (nur bei Sole-Wasser-Wärmepumpe und Wasser-Wasser-Wärmepumpe) + € 5.000,00

 

Sanierungsoffensive 2027

Förderungen werden fortgeführt

Auch 2027 unterstützt der Bund den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme und thermisch-energetische Sanierungen. Insgesamt stehen dafür 500 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind 179 Millionen Euro für den Kesseltausch vorgesehen. Die weiteren Mittel fließen in die thermisch-energetische Sanierung von Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern, den mehrgeschossigen Wohnbau sowie gemeinnützige Bauvereinigungen.

Anträge können ab 4. Jänner 2027 gestellt werden. Dabei wird das Einreichverfahren angepasst: Vorgesehen sind eine Antragstellung vor der Umsetzung, die anschließende Genehmigung und die Endabrechnung nach Abschluss der Maßnahme.

Förderung: Anspruch und Höhe 2027

  • Privatpersonen 
  • Für Ein-/Zweifamilienhaus oder Reihenhaus
  • Mehrgeschoßiger Wohnbau und Reihenhausanlagen: 
    • Heizungstausch im Gesamtobjekt (Abschnitt A): Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer
    • Anschluss einer Einzelwohnung (Abschnitt B): Eigentümerinnen und Eigentümer, Mieterinnen und Mieter 

Für den Austausch einer fossilen Heizung in Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern gelten folgende Förderpauschalen – unter bestimmten Voraussetzungen kann ab 2027 eine soziale Zusatzförderung in Anspruch genommen werden. 

Neues Heizsystem Maximale Förderung
Wärmepumpen (Luft-Wasser, Sole-Wasser oder Wasser-Wasser)* max. 5.000,00 €
Holzzentralheizung (Pellets, Hackgut, Stückholz) max. 6.000,00 €
Nah- und Fernwärme max. 4.000,00 €
Zuschlagsmöglichkeiten  
Bonus Thermische Solaranlagen 
max. 2.500,00 €
Tiefenbohrung oder Brunnen bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen
max. 5.000,00 €

 

*Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einem GWP-Wert zwischen 150 und 750 reduziert sich bei Monoblockgeräten ≤ 50 kW und Splitgeräten ≤ 12 kW die ermittelte Förderung um 20 %.

Die Förderung wird in Form eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Investitionskostenzuschusses pro Heizsystem vergeben. Die Höhe ist damit nicht mehr wie bisher auf einen prozentuellen Anteil von rund 30 % der Investitionskosten ausgerichtet. Ab 2027 ist außerdem unter bestimmten Voraussetzungen eine soziale Zusatzförderung vorgesehen. Für förderungswürdige Haushalte kann die maximale Gesamtförderung damit auf 7.500 Euro für Wärmepumpen, 9.000 Euro für Holzzentralheizungen und 6.000 Euro für Nah- und Fernwärme steigen.

Für den Kesseltausch im mehrgeschossigen Wohnbau von fossilen Heizsystemen sind folgende Pauschalen vorgesehen: 

Neues Heizsystem Anlagenleistung Maximale Förderung
Wärmepumpe ≤ 50 kW max. 5.000,00 €
Holzheizung ≤ 50 kW max. 6.000,00 €
Fernwärme ≤ 50 kW max. 4.000,00 €

 

Für größere Leistungen gibt es Zuschüsse für jedes weitere Kilowatt: 

Neues Heizsystem Anlagenleistung Maximale Förderung
Wärmepumpe > 50 kW + 100,00 € / kW
Holzheizung > 50 kW + 100,00 € / kW
Fernwärme > 50 kW + 100,00 € / kW
Wärmepumpe  > 100 kW + 100,00 € / kW
Holzheizung > 100 kW
+ 120,00 € / kW
Fernwärme > 100 kW
+ 100,00 € / kW

 

Zusätzliche Boni: 

Zentralisierung des Heizungssystems Anlagenleistung
Pro tatsächlich an das neue Zentralheizungssystem angeschlossene Wohneinheit 2.000,00 €
Pro vorbereitetem Wohnungsanschluss (Leitung bis zur Wohneinheit, aber noch kein Anschluss an das Zentralheizungssystem) 1.000,00 €
Mögliche Boni   
Bonus Thermische Solaranlage + 400,00 € / m²
Bonus Tiefenbohrung oder Brunnen bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen + 100,00 € / kW

Die Gesamtförderung für den Heizungstausch im mehrgeschossigen Wohnbau ist auf maximal 30 % der förderungsfähigen Netto-Investitionskosten begrenzt.

Für Holzheizungen mit mehr als 50 kW gilt eine Übergangsregelung: Die Emissionsgrenzwerte der UZ37 (2021) werden bei einer Umsetzung bis 31. Dezember 2027 noch anerkannt.

In Österreich können thermisch-energetische Sanierungen sowie der Austausch fossiler Heizsysteme gegen ein klimafreundliches Heizungssystem steuerlich berücksichtigt werden. Die Berücksichtigung erfolgt über das sogenannte Öko-Sonderausgabenpauschale und ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, insbesondere an die Auszahlung einer entsprechenden Bundesförderung.

Für eine geförderte thermisch-energetische Sanierung können jährlich 800 € steuerlich geltend gemacht werden. Für einen geförderten Heizungstausch stehen jährlich 400 € zur Verfügung. Bei Erfüllung der Voraussetzungen werden die Beträge ab dem Jahr der Förderauszahlung für insgesamt fünf Jahre automatisch in der Steuerveranlagung berücksichtigt.

  • Pauschale statt Prozent: Der Förderzuschuss für Ein- und Zweifamilienhäuser wird bereits seit der Neuauflage im November 2026 nicht wie bisher prozentuell auf einen Anteil der Investitionskosten begrenzt, stattdessen gibt es fixe Pauschalen pro Heizsystem. Die Höhe der Boni ist gleich geblieben.
  • Einbindung Fachbetriebe: Ab 2027 ist nach der Genehmigung zusammen mit der Annahmeerklärung des Fördervertrags eine vom ausführenden Unternehmen unterzeichnete Auftragsbestätigung vorzulegen.
  • Einreichverfahren für Ein- und Zweifamilienhäuser: Je nachdem, ob eine Kesseltausch-Förderung noch 2026 oder erst 2027 beantragt wird, ändert sich der Prozess der Antragstellung.
  • Kältemittel bei Wärmepumpen: Monoblock-Wärmepumpen ≤ 50 kW (Luft-Wasser, Wasser-Wasser, Sole-Wasser) mit einem GWP-Wert > 150, sowie Split-Wärmepumpen ≤ 12 kW (Luft-Wasser) mit einem GWP-Wert > 150 dürfen gemäß F-Gase Verordnung nur bis spätestens 01.01.2027 in Verkehr gebracht werden.

Unsere förderfähigen Wärmepumpen:

Unsere förderfähigen Holzzentralheizungen:

Einreichverfahren

Einreichungen für die Neuauflage des Kesseltausches für Ein- und Zweifamilienhäuser sind schon ab dem 02.11.2026 unter www.sanierungsoffensive.gv.at möglich. Lieferungen und Leistungen werden rückwirkend ab 07.10.2026 anerkannt. Registrierungen sind so lange möglich, wie Budgetmittel vorhanden sind, längstens jedoch bis zum 31.12.2026. Ab Registrierung verbleiben 9 Monate Zeit für die Umsetzung und Antragstellung.

Für den Sanierungsbonus 2027 und den Heizungstausch startet die Förderung mit 04.01.2027.  

Die Einreichverfahren werden vereinheitlicht; Vorabregistrierungen entfallen. Vorgesehen ist ein gemeinsamer Ablauf mit Antragstellung, Genehmigung und anschließender Endabrechnung. Nach der Genehmigung ist der Fördervertrag innerhalb von vier Wochen mit Annahmeerklärung und unterzeichneter Auftragsbestätigung anzunehmen. Für den Kesseltausch 2027 in Ein-, Zweifamilien- und Reihenhäusern verbleiben ab Genehmigung neun Monate für die Umsetzung und Endabrechnung.

Hinweis zu Förderungen

Die Förderlandschaft in Österreich ändert sich laufend. Daher können wir keine Gewähr für die vollständige und jederzeit aktuelle Darstellung aller Förderungen übernehmen. Bitte informieren Sie sich für Ihr konkretes Förderprojekt zusätzlich bei Ihrem Installateur, Ihrer Gemeinde oder der jeweils zuständigen Förderstelle. Viele Kommunen bieten ergänzende Fördermöglichkeiten für Heizung, Sanierung oder klimafreundliche Gebäudetechnik an.

Förderkompass

Auszug Vorschriften für Öl-Heizungen

  • Neubauten und Instandsetzung von mind. 25 % der Oberfläche der Gebäudehülle: Die Errichtung von Wärmebereitstellungsanlagen für feste oder flüssige fossile Energieträger ist nicht zulässig.
  • Umfassende Renovierung (über 25 % der Gebäudehülle): Die Errichtung einer Heizungsanlage für flüssige, fossile Energieträger ist nicht mehr zulässig. Die bestehende Anlage muss aber nicht entfernt werden. Ein bloße Sanierung oder Instandsetzung der bestehenden Heizungsanlage (z.B. Tausch des Brenners einer Ölheizung) ist zulässig.
  • Ohne Sanierungsmaßnahmen bzw. unter 25 % der Gebäudehülle: Ein Ölkesseltausch ist jedenfalls im Rahmen eines Sanierungskonzeptes möglich. Es ist mit dem Magistrat 37 Bauamt abzuklären, in wie weit eine Alternativprüfung durchzuführen ist.

Bei Neubauten sowie Gebäuden, die durch Nutzungsänderungen konditioniert werden, ist die Neuerrichtung von Feuerungsanlagen für flüssige und feste fossile Brennstoffe sowie für fossiles Flüssiggas unzulässig.

Die Aufstellung und der Einbau von Zentralheizungs-Kesseln für flüssige und feste fossile Brennstoffe ist, in nach dem 31.12.2018 neu bewilligten Gebäuden, verboten.

Für Umbauten an Bauwerken und Zubauten gilt diese Regelung nicht, diese dürfen nach wie vor z.B. mit einem Öl-Heizkessel beheizt werden.

Der Kesseltausch und die Erweiterung eines bestehenden, genehmigten Heizkessels in bestehenden umgebauten oder vergrößerten Gebäuden sind erlaubt.

Neue Gebäude, die an eine Heizungsanlage angeschlossen werden, welche sich bereits in einem bestehenden (benachbarten) Gebäude befindet, sind von diesem Verbot nicht betroffen. Auch dann nicht, wenn damit eine Neudimensionierung des Heizkessels verbunden ist.

Die Errichtung von Feuerstätten für flüssige fossile und/oder feste, fossile Brennstoffe ist in Neubauten verboten (Antrag auf Bewilligung bzw. Anzeige des Bauvorhabens nach dem 31.08.2019 bei der Behörde eingebracht).

Vom Verbot ausgenommen sind Um- und Zubauten von bestehenden Gebäuden sowie der Tausch von bestehenden Feuerstätten.